Bauvorhaben Teufelsmauer
2008, Dorfkiche von St. Johann im Mauerthale
 

 

Guter Anfang ist halbe Arbeit...
St. Johann ist ein kleiner Ort am südlichen Donauufer der Wachau. Die „Teufelsmauer von St. Johann“ ist eine bekannte regionale Sage. Hier eine von mehreren existierenden Varianten in Kurzform: Der heilige Albinus, Patron der Donauschiffer, vollbrachte in St. Johann immer wieder Wunder. Das war dem Teufel ein Dorn im Auge und er beschloss, oberhalb von Spitz eine Mauer durch die Donau zur Roten Wand bei St. Johann zu bauen. Die Donau sollte sich aufstauen und St. Johann samt dem Heiligen wegspülen. Der Teufel war jedoch nicht schnell genug; er konnte sein Werk nicht wie mit Gott vereinbart in einer Nacht vollenden. Von dem glücklosen Versuch ist ein kleines Stück am linken Donauufer stehengeblieben, im Volksmund „Teufelsmauer“ genannt. Soweit die Ausgangslage.

st. johann teufelsmauer

Ein fiktives Bauunternehmen stellt in unmittelbarer Nähe zur Teufelsmauer eine der üblichen Informationstafeln für Bauvorhaben auf, die das geplante Projekt in aller Kürze präsentieren, das da wäre: Die Fertigstellung der Teufelsmauer durch die Donau bis zur Roten Wand. Mit Text und Grafik wird über das auf mehrere Jahre angelegte Bauvorhaben informiert. Das Projekt persifliert die immer rasanter werdende Geschwindigkeit, mit der große Bauvorhaben heute geplant und umgesetzt werden. Ob es sich dabei um einen Segen oder eher um Teufelswerk handelt, wird meist erst nach der Fertigstellung sichtbar. Darüber hinaus erlebt eine schöne alte Sage eine Neubelebung in Form einer künstlerischen Auseinandersetzung.

mounting ready

Mit freundlicher Unterstützung der Dorfpfarre und der Marktgemeinde Rossatz/Arnsdorf!

Ein Projekt im Rahmen des Viertelfestival Niederösterreich 2008

 

 

 
 
 
© 2008 Christoph Höschele